Stories From California

Sometimes I want to write more than just journalistically about my experiences as a reporter. That is why I started to write down my thoughts, observations and emotions beyond scripts for radio, print and TV. This experiment is a lot of fun and scary at the same time. But, as they say, you have to get out of your comfort zone.

Zigarettenstummel, Navi und Schweiß - der Aufstieg zu einem Wahrzeichen

Über acht Jahre wohne ich nun schon in Los Angeles und habe immer davon geträumt aber noch nie versucht, mal ganz nah an das Wahrzeichen der Stadt heranzukommen - an die neun weißen, drei Stockwerke hohen Buchstaben in den Hügeln über der Traumfabrik: HOLLYWOOD. Offensichtlich machen sich dank Navi und Internet mehr und mehr Besucher aus aller Welt auf die Jagd nach dem besten, nähsten, ausgeflipptesten Foto mit dem Zeichen, was die Bewohner der gemütlichen Dorfatmosphäre in den Hügeln unterhalb auf die Barrikaden bringt. Und mich neugierig macht. Bei einer Gemeindesitzung zum Thema ging es hoch her. “Ich lebe seit über 50 Jahren in meinem Haus und ich habe die Schnauze voll davon, dass man mir sagt, ich hätte nicht dorthin ziehen sollen.

OccupyLA: Changing or Camping?

Guest Entry by Amy Neilson, soundslikerstin assistant & graduate writing student


[Text auf den alten Seiten nur als Bild!]

 

Meditieren für Gerechtigkeit - OccupyLA

Der erste offensichtliche Unterschied zwischen OccupyLA und Occupy Wall Street in New York, sind die Temperaturen. Bei 35 Grad im Schatten lief mir schon beim kurzen Weg vom Parkplatz zu der Wiese mit den bunten Zelten Schweiß den Rücken hinunter.

Kaum an den Treppen des Rathauses angekommen bot sich ein LA - typisches Bild: Menschen saßen mit geschlossenen Augen im Schneidersitz und meditieren. In diesem Fall angeleitet von Bestsellerautorin Marianne Williamson, die mit Büchern über Spiritualität, Wunder, Beziehungen und Feminismus ihr Geld verdient. Sie forderte gerade die mit ihr meditierenden Demonstranten auf, stark, gewaltfrei und engagiert zu bleiben und allen denen, die sie verhöhnen zu sagen: „Wir lieben euch.“

Optimismus, Wagemut und Intellekt - Pacific Standard Time

Wer in Los Angeles lebt kennt das: Europäer, Menschen von der US-Ostküste, vielleicht ja sogar der Rest der Welt schauen gerne ein wenig auf uns herab als oberflächliche Träumer, die unter der ewigen Sonne von LaLaLand surfen, skaten und sich zu oft im Gesicht und an den Brüsten operieren lassen.

Bedeutende Kunst und bedeutende Gedanken entstehen anderswo lautet das gängige Klischee, das selbstbewusste Angelinos wütend macht und bei anderen am Selbstbewusstsein nagt.

Silberlocken und Attacken - Beverly Hills Tea Party

Es begann alles mit sehr netten Gesprächen an einem sonnigen Nachmittag im Park von Beverly Hills. Ein Veteran im T-Shirt mit der Aufschrift “Palin for President” erzählte mir begeistert von seiner Stationierung in Deutschland, wo alle so nett zu ihm gewesen seien. Eine 88 jährige mit schlohweißem Haar berichtete stolz von ihren Erfolgen als Schwimmerin bei der Seniorenolympiade. Pat Boone, der mit Hits wie Speedy Gonzales und Tutti Frutti goldene Schallplatten sammelte, versicherte mir, dass die Beverly Hills Tea Party Respekt für jede Meinung habe. “In Hollywood it es schwierig, konservativ zu sein,” sagte mir der Schlagersänger, der mit seinen 77 Jahren die treibende Kraft hinter der Tea Party mitten im Herzen der Filmindustrie ist. “Unsere Anhänger halten meistens den Mund, weil alles andere das Ende ihrer Karriere bedeuten würde.”