Geschichten aus Kalifornien

Manchmal reicht es mir nicht mehr, journalistisch zu verarbeiten, was ich als Reporterin erlebe. Deshalb schreibe ich hier hier Gedanken, Beobachtungen und Gefühle jenseits der Berichterstattung auf. Es ist ein Experiment, das mir viel Spass und manchmal Angst macht. Aber es heisst ja, man soll raus aus der Komfortzone.

Meditieren zwischen Bomben

Nach acht Jahren Leben in Los Angeles hat auch mich schließlich das typisch kalifornische Bedürfnis gepackt, mehr Spiritualität in mein Leben zu bringen, angeregt vor allem von Büchern der großartigen bodenständigen buddhistischen Nonne Pema Chödrön. Erfolgreich bin ich damit nur bedingt. Laubblasende Gärtner, drohende Abgabetermine und körperliche Zipperlein fördern leider nicht mein Eintauchen in die Zen-Zone.

Demons - Why Soldiers Return to War

“Why do you want to go back?”  was my question to various members of the US-military who continue to serve as the week marking the the tenth anniversary of the war in Afghanistan approaches.

Zigarettenstummel, Navi und Schweiß - der Aufstieg zu einem Wahrzeichen

Über acht Jahre wohne ich nun schon in Los Angeles und habe immer davon geträumt aber noch nie versucht, mal ganz nah an das Wahrzeichen der Stadt heranzukommen - an die neun weißen, drei Stockwerke hohen Buchstaben in den Hügeln über der Traumfabrik: HOLLYWOOD. Offensichtlich machen sich dank Navi und Internet mehr und mehr Besucher aus aller Welt auf die Jagd nach dem besten, nähsten, ausgeflipptesten Foto mit dem Zeichen, was die Bewohner der gemütlichen Dorfatmosphäre in den Hügeln unterhalb auf die Barrikaden bringt. Und mich neugierig macht. Bei einer Gemeindesitzung zum Thema ging es hoch her. “Ich lebe seit über 50 Jahren in meinem Haus und ich habe die Schnauze voll davon, dass man mir sagt, ich hätte nicht dorthin ziehen sollen.

OccupyLA: Changing or Camping?

Guest Entry by Amy Neilson, soundslikerstin assistant & graduate writing student


[Text auf den alten Seiten nur als Bild!]

 

Meditieren für Gerechtigkeit - OccupyLA

Der erste offensichtliche Unterschied zwischen OccupyLA und Occupy Wall Street in New York, sind die Temperaturen. Bei 35 Grad im Schatten lief mir schon beim kurzen Weg vom Parkplatz zu der Wiese mit den bunten Zelten Schweiß den Rücken hinunter.

Kaum an den Treppen des Rathauses angekommen bot sich ein LA - typisches Bild: Menschen saßen mit geschlossenen Augen im Schneidersitz und meditieren. In diesem Fall angeleitet von Bestsellerautorin Marianne Williamson, die mit Büchern über Spiritualität, Wunder, Beziehungen und Feminismus ihr Geld verdient. Sie forderte gerade die mit ihr meditierenden Demonstranten auf, stark, gewaltfrei und engagiert zu bleiben und allen denen, die sie verhöhnen zu sagen: „Wir lieben euch.“